„TeamAnker“: Elf psychosoziale Ansprechpersonen für unsere Mitarbeitenden qualifiziert
DRK-Rettungsdienst stärkt psychosoziale Unterstützung für die gesamte Belegschaft
Der DRK-Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück baut die psychosoziale Unterstützung seiner Mitarbeitenden weiter aus. In Kooperation mit der DRK-Rettungsschule Niedersachsen wurden insgesamt elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu psychosozialen Ansprechpersonen qualifiziert. Gemeinsam bilden sie künftig das „TeamAnker“ – einen Namen, den sich die Gruppe selbst gegeben hat.
Das Team steht allen Mitarbeitenden des DRK-Rettungsdienstes als niedrigschwellige und vertrauliche Anlaufstelle zur Verfügung. Dabei geht es nicht ausschließlich um besonders belastende Einsatzsituationen. Auch persönliche oder berufliche Belastungen aus dem Alltag auf den Rettungswachen, in der Ausbildung oder in der Verwaltung können Anlass für ein Gespräch sein.
Die psychosozialen Ansprechpersonen sollen aufmerksam sein, zuhören, Orientierung geben und dort unterstützen, wo Mitarbeitende Gesprächs- oder Beratungsbedarf haben. Sie können bei Bedarf den Kontakt zu geeigneten externen Beratungs- und Unterstützungsangeboten vermitteln und tragen damit zu einer bewussten Psychohygiene innerhalb der Belegschaft bei.
„Die Arbeit im Rettungsdienst stellt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um einzelne außergewöhnliche Einsätze. Auch die Summe alltäglicher Belastungen kann eine Rolle spielen. Uns ist deshalb wichtig, Strukturen zu schaffen, in denen man frühzeitig und unkompliziert jemanden ansprechen kann“, unterstreicht die Geschäftsführung die Bedeutung des neuen Angebotes.
Bewusst wurde das Team möglichst vielfältig zusammengestellt. Ihm gehören Auszubildende, Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung an. Damit spiegeln die psychosozialen Ansprechpersonen unterschiedliche Tätigkeitsfelder und berufliche Erfahrungen innerhalb des Unternehmens wider.
Gerade diese Vielfalt ist Teil des Konzepts: Nicht jeder Mensch möchte in einer belastenden Situation mit derselben Person sprechen. Während für den einen ein Kollege aus dem eigenen Arbeitsbereich der richtige Ansprechpartner ist, kann für jemand anderen gerade der Blick einer Person außerhalb des unmittelbaren Arbeitsumfeldes hilfreich sein.
Der selbstgewählte Name „TeamAnker“ bringt den Anspruch der Gruppe auf den Punkt: In schwierigen oder belastenden Situationen möchten die Mitglieder Halt und Orientierung anbieten – ohne sich aufzudrängen und ohne professionelle therapeutische Angebote zu ersetzen.
Mit der Qualifizierung der elf psychosozialen Ansprechpersonen erweitert der DRK-Rettungsdienst seine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Fürsorge um einen weiteren Baustein. Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der auch über psychische Belastungen selbstverständlich gesprochen werden kann und Mitarbeitende wissen: Es gibt jemanden, der zuhört.

