Neue Rettungswache in Bad Rothenfelde offiziell eröffnet
Moderne Arbeitsbedingungen, zeitgemäße Gebäudetechnik und optimierte Strukturen für den Rettungsdienst: Am 19. August 2026 wurde die neue Rettungswache des DRK-Rettungsdienstes in Bad Rothenfelde offiziell eröffnet. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Osnabrück, der Gemeinde Bad Rothenfelde, der Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück, der Schüchtermann-Klinik sowie zahlreichen weiteren Gästen wurde der Neubau seiner Bestimmung übergeben.
Durch die Eröffnungsveranstaltung führte Rainer Ellermann, Vorstandsvorsitzender des DRK-Rettungsdienstes. Neben Geschäftsführer Heiko Wiesner richteten auch Landrätin Anna Kebschull und Klaus Rehkämper, Bürgermeister der Gemeinde Bad Rothenfelde, persönliche Grußworte an die Gäste. Sie würdigten die Bedeutung des neuen Standorts für die rettungsdienstliche Versorgung, die Gemeinde Bad Rothenfelde und den südlichen Landkreis Osnabrück.
Von den ersten Überlegungen bis zum Neubau
Die Planungen für eine neue Rettungswache in Bad Rothenfelde reichen bis in das Jahr 2017 zurück, als der Notarztstandort von Dissen nach Bad Rothenfelde verlegt wurde. Die bisherige Unterbringung in unmittelbarer Nähe der Schüchtermann-Klinik stellte eine gute Übergangslösung dar, konnte die Anforderungen an einen modernen und langfristig leistungsfähigen Rettungsdienststandort jedoch nur eingeschränkt erfüllen.
Nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten wurde gemeinsam mit der Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück eG, dem Landkreis Osnabrück und weiteren Beteiligten eine tragfähige Lösung entwickelt. Im August 2024 erfolgte zunächst der Rückbau der ehemaligen Villa auf dem Grundstück. Nach dem Spatenstich im Juli 2025 begannen im September 2025 die eigentlichen Bauarbeiten. Bereits im Juli 2026 konnte das neue Gebäude fertiggestellt werden.
Moderne Arbeitsbedingungen auf rund 494 Quadratmetern
Auf einer Fläche von rund 494 Quadratmetern stehen dem Rettungsdienst heute vier moderne Fahrzeughallen sowie großzügige Sozial- und Funktionsbereiche über zwei Etagen zur Verfügung. Dazu gehören Büroarbeitsplätze, eine Wohnküche mit Aufenthaltsbereich, vier Ruheräume, angemessene Umkleide- und Sanitärräume, ein eigenes Medikamentenlager sowie ein klar definierter Anlieferungsbereich.
"Eine Rettungswache ist weit mehr als nur ein Abstellort für Einsatzfahrzeuge. Unsere Kolleginnen und Kollegen verbringen hier ihre Dienste, starten von hier zu Einsätzen, kehren nach teilweise belastenden Situationen zurück und müssen sich aufarbeiten, austauschen und regenerieren können. Deshalb haben wir großen Wert auf moderne, funktionale und wertschätzende Arbeitsbedingungen gelegt", betonte Geschäftsführer Heiko Wiesner bei der Eröffnung.
Auch technisch ist der Neubau zeitgemäß ausgestattet. Das Gebäude verfügt unter anderem über eine Luft-Wärmepumpe, klimatisierte Funktions- und Aufenthaltsräume sowie eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. Auf den Mitarbeiterparkplätzen sollen zudem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge geschaffen werden. Eine der vier Fahrzeughallen ist als Waschhalle ausgeführt.
Noch sind nicht alle Arbeiten vollständig abgeschlossen: Einzelne Möbelstücke und Materialien befinden sich im Zulauf, Bilder und persönliche Elemente werden nach und nach ergänzt und kleinere Nacharbeiten stehen noch aus. In den kommenden Wochen soll die Wache nun vor allem durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter mit Leben gefüllt und zu "ihrer" Rettungswache werden.
Neuer Krankentransportwagen zum Einzug
Zur Eröffnung übergaben Vorstand und Geschäftsführung der Wache einen neuen Krankentransportwagen. Das Fahrzeug ersetzt einen sechs Jahre alten KTW und verfügt unter anderem über eine elektrohydraulische Patientenfahrtrage, einen elektrisch unterstützten Tragestuhl sowie moderne Fahrzeug-, Funk- und Datentechnik.
Mit dem Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Krankentransportwagen stehen am Standort künftig drei Fahrzeuge der Regelvorhaltung zur Verfügung. Ergänzt wird der Fuhrpark durch ein Reservefahrzeug. Die Verlagerung der beiden Krankentransportwagen von Bad Laer nach Bad Rothenfelde ermöglicht aufgrund der Nähe zu zahlreichen Kliniken, Reha- und Gesundheitseinrichtungen sowie Arztpraxen optimierte Wege im qualifizierten Krankentransport.
Auch die Rettungswache Bad Laer wird weiterentwickelt. Dort beginnen nun die Erweiterung und der Umbau des bestehenden Standorts. Vorgesehen sind unter anderem eine zusätzliche Fahrzeughalle, ein großzügiges Medikamentenlager und ein eigener Anlieferungsbereich.
Dank an alle Beteiligten
Ein besonderer Dank galt bei der Eröffnung der Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück eG, die das Projekt als Grundstückseigentümerin, Bauherrin und Vermieterin gemeinsam mit dem DRK-Rettungsdienst umgesetzt hat. Ebenso dankte der DRK-Rettungsdienst dem Landkreis Osnabrück, der Gemeinde Bad Rothenfelde sowie der Schüchtermann Schiller'schen Klinik und den dort tätigen Notärztinnen und Notärzten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Stellvertretend für die am Bau beteiligten Unternehmen wurde Bauleiter Tasim Aschki von der Firma Wurst Stahlbau für die intensive Begleitung und Koordination des Projektes gedankt.
Auch zahlreiche Mitarbeitende des DRK-Rettungsdienstes haben ihre Erfahrungen und ihr Engagement in die Planung, Ausstattung und Inbetriebnahme eingebracht. Besonders hervorgehoben wurden Sandra Eilers und Sebastian Kutz aus der Verwaltung sowie Frank Gebel, Tim Lütke-Dreimann und Dominik Oestmann aus dem operativen Rettungsdienst.
"Eine Rettungswache darf nicht nur auf dem Bauplan funktionieren. Sie muss sich im täglichen Dienst bewähren. Das ist nur möglich, wenn diejenigen, die später hier arbeiten, ihre Erfahrungen frühzeitig in die Planung einbringen", so Wiesner.
Mit der neuen Rettungswache investiert der DRK-Rettungsdienst sowohl in die Arbeitsbedingungen seiner Beschäftigten als auch in eine dauerhaft leistungsfähige rettungsdienstliche Versorgung in Bad Rothenfelde und im südlichen Landkreis Osnabrück. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Notärztinnen und Notärzten, die künftig von Bad Rothenfelde aus ihren Dienst versehen, wünschten Vorstand und Geschäftsführung einen guten Start, erfolgreiche Dienste und vor allem eine jederzeit gesunde und sichere Rückkehr von ihren Einsätzen.

