Acht neue Auszubildende starten beim DRK-Rettungsdienst ins Berufsleben
Sieben angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sowie ein angehender Kaufmann im Gesundheitswesen sind am 1. September 2026 beim DRK-Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück in ihre Ausbildung gestartet. Damit bildet das Unternehmen erneut sowohl im rettungsdienstlichen als auch im kaufmännischen Bereich eigenen Nachwuchs aus.
Für die sieben neuen Notfallsanitäter-Auszubildenden beginnt eine dreijährige, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Berufsausbildung. Sie gehören bereits zum zwölften Ausbildungsjahrgang des DRK-Rettungsdienstes seit Einführung der dreijährigen Notfallsanitäterausbildung. Zugleich wird in diesem Jahr eine besondere Marke erreicht: Seit 2014 haben beim DRK-Rettungsdienst im Landkreis Osnabrück inzwischen mehr als 100 junge Menschen eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin beziehungsweise zum Notfallsanitäter aufgenommen.
Auch die kaufmännische Ausbildung nimmt wieder einen festen Platz in der Nachwuchsarbeit ein. Nach einer längeren Unterbrechung ist es bereits der zweite Ausbildungsstart zum Kaufmann im Gesundheitswesen innerhalb der vergangenen Jahre. Die Ausbildung verbindet kaufmännisches Know-how mit den besonderen Anforderungen des Gesundheitswesens. Während der dreijährigen Ausbildungszeit erhält der Auszubildende Einblicke in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Verwaltung und lernt dabei die organisatorischen, wirtschaftlichen und administrativen Abläufe eines modernen Rettungsdienstunternehmens kennen.
Damit werden zwei sehr unterschiedliche, zugleich aber eng miteinander verbundene Berufsfelder ausgebildet: Während die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter unmittelbar in der Patientenversorgung tätig sind, sorgen die kaufmännischen Bereiche im Hintergrund dafür, dass die organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Rettungsdienst geschaffen werden.
Geschäftsführer Heiko Wiesner begrüßte die acht neuen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit dem leitenden Praxisanleiter Timo Wolff und gab ihnen zum Ausbildungsbeginn einen Einblick in den DRK-Rettungsdienst, seine Entwicklung, seine Strukturen und die unterschiedlichen beruflichen Perspektiven innerhalb des Unternehmens.
Der DRK-Rettungsdienst ist heute an elf Standorten im Landkreis Osnabrück vertreten. Rund 291 Mitarbeitende sind im Rettungsdienst, Krankentransport, in Ausbildung sowie in den verschiedenen Verwaltungs- und Unterstützungsbereichen tätig. Zum Fuhrpark gehören unter anderem 16 Rettungswagen, drei Notfallkrankentransportwagen, sechs Notarzteinsatzfahrzeuge und neun Krankentransportwagen. 123 Beschäftigte verfügen über die Qualifikation als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter. Mit dem neuen Ausbildungsjahrgang befinden sich nun 41 angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter gleichzeitig in Ausbildung.
Die Notfallsanitäterausbildung umfasst insgesamt 4.600 Stunden. Davon entfallen 1.920 Stunden auf die theoretische und praktische Ausbildung an der Rettungsschule, 1.960 Stunden auf die Lehrrettungswachen und 720 Stunden auf verschiedene Bereiche in Kliniken. Schulischer Partner ist die DRK-Rettungsschule in Warendorf. Die praktische Ausbildung erfolgt im Landkreis Osnabrück in einem Verbund verschiedener Lehrrettungswachen und wird durch Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter eng begleitet.
Die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen eröffnet dagegen einen umfassenden Blick auf die Abläufe hinter der unmittelbaren Patientenversorgung. Dazu gehören unter anderem kaufmännische und organisatorische Prozesse, Personal- und Verwaltungsaufgaben sowie die besonderen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens. Gerade in einem Rettungsdienstunternehmen greifen operative und administrative Aufgaben täglich ineinander.
„Lasst euch auf eure Ausbildung ein, nutzt die Erfahrungen unserer Kolleginnen und Kollegen und betrachtet die unterschiedlichen Aufgabenbereiche mit einem offenen Blick. Ausbildung bedeutet auch, Fragen zu stellen, unterschiedliche Arbeitsweisen kennenzulernen und Schritt für Schritt den eigenen professionellen Weg zu entwickeln“, gab Wiesner den neuen Auszubildenden mit auf den Weg.
Die beruflichen Perspektiven in beiden Ausbildungsberufen sind vielfältig. Im Rettungsdienst sorgen erweiterte Kompetenzen für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter und neue Versorgungsformen wie Telenotarzt, Notfallkrankentransportwagen oder weitere ambulante Versorgungskonzepte für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Berufsbildes. Gleichzeitig steigen mit zunehmender Größe und Komplexität des Gesundheitswesens auch die Anforderungen an eine professionelle Verwaltung, Organisation und wirtschaftliche Steuerung.
Für alle acht neuen Auszubildenden beginnen nun drei Jahre, die von neuen Erfahrungen, wachsender Verantwortung und persönlicher wie fachlicher Entwicklung geprägt sein werden.
Dass diese Zeit tatsächlich „wie im Flug“ vergehen kann, zeigt der Blick auf den vorherigen Notfallsanitäter-Jahrgang: Zum 31. August 2026 haben fünf Auszubildende ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich beendet. Sie werden in Kürze im Rahmen einer Feierstunde offiziell verabschiedet und verstärken den DRK-Rettungsdienst bereits jetzt als ausgebildete Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter.
Ein besonderer Dank zum Ausbildungsstart gilt dem leitenden Praxisanleiter Timo Wolff sowie allen Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdienst und Verwaltung, die die Auszubildenden in den kommenden drei Jahren begleiten, Wissen vermitteln und ihnen Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche ermöglichen werden.
Vorstand, Geschäftsführung und die gesamte Belegschaft des DRK-Rettungsdienstes heißen die acht neuen Auszubildenden herzlich willkommen und wünschen ihnen einen erfolgreichen Start, viel Freude an ihrer Ausbildung und viele spannende Erfahrungen in den kommenden Jahren.

